Die ersten Vergleichswettkämpfe mit dem Gewehr 50m fanden mit den Shooting Masters 1 und 2 statt. Die Vorbereitungszeit auf die Outdoor-Saison nach der Luftgewehr-Saison ist relativ kurz. Dementsprechend ist es schwierig einzuschätzen, wo die Formkurve steht.

Am ersten Wettkampftag gelang es mir recht gut in den Wettkampf einzusteigen. In den Trainings zuvor hatte ich in der Kniend-Stellung etwas Mühe, was sich jedoch am ersten Shooting-Masters nicht bestätigte. So schaffte ich mir mit zwei soliden Passen von je 97 Punkten (194) eine gute Ausgangslage für die nächsten Stellungen. In der Liegend-Stellung, war irgendwie der Wurm drin. Ich vergab in meiner Parade-Stellung mit Passen von 96 und 97 (193) einige wertvolle Punkte. Die erste Stehend-Passe gelang mir auch nicht nach Wunsch, so beendete ich diese Stellung mit 93 und 97 (190) Punkten. Mit einem Total von 577 Ringen reichte es am Schluss ganz knapp für die Finalteilnahme.

Der Finalmodus ist mit dem Gewehr 50m anders als mit dem Gewehr 10m. Geschossen werden zuerst je drei Serien à 5 Schüssen in der Kniend und Liegend-Stellung. In der Stehend-Stellung folgen kommandierte Einzelschüsse. Nach jedem Einzelschuss scheidet der Letztplatzierte jeweils aus.

Nach den Kniend-Serien lag ich zwischenzeitlich auf dem 5. Rang. Nach der Liegend-Stellung kämpfte ich mich auf den 2. Zwischenrang hinauf. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich auf die Erstplatzierte bereits einen Rückstand von 4.4 Punkten. Ich konnte diesen, trotz einigermassen guten Einzelschüssen nicht wettmachen. Am Schluss beendete ich den Wettkampf mit 452.9 Punkten auf den 2. Schlussrang. Für mich war es eine Überraschung, in der Outdoor-Saison mit einem Podestplatz zu starten.

Am zweiten Wettkampftag herrschten garstige Bedingungen. Nebst den kalten Temperaturen blies eine starke Bise während des gesamten Wettkampfs. Die Windfähnchen bewegten sich in alle Richtungen. Geduld war angesagt, um den richtigen Zeitpunkt zu finden um den Schuss abzugeben. Die Temperaturen waren so kalt, dass das Gefühl im Zeigfinger am Ende des Wettkampfs nachliess.

Im Kniend-Teil begann ich mit einer 95-er Passe, gefolgt von einer 98-er (193). Es folgten 97 und 98 (195) im Liegend-Teil. Da alle Teilnehmerinnen mit den Bedingungen zu kämpfen hatten, lag ich nach den beiden Stellungen auf dem 2. Zwischenrang. Die erste Passe im Stehend-Teil gelang mir trotz den Bedingungen mit 95 Punkten recht gut. Dann verliessen mich in der letzten Passe die Nerven. Gepaart mit den garstigen Bedingungen schoss ich mich aus den Finalrängen und landete mit 565 Punkten auf dem 9. Schlussrang.

Trotz allem bin ich froh, dass mir nach der Indoor-Saison, mit dem ISAS in Dortmund und auch mit diesen beiden Shooting-Masters, der Start in die Outdoor-Saison recht gut gelungen ist.